BIS WIR UNSERE TRÄUME VERGRABEN IM KALTEN KALTEN GRUND
Performative Verhandlung über Büchners DANTONS TOD, die Sehnsüchte der Studentenbewegung der 60er Jahre und die Fragen wie man sich als Mensch zur Welt stellt und welche Zeit welche Wunden hinterlässt
06., 07. & 08. APRIL 2018
Rottstraße5 KUNSTHALLEN
mit Josa Butschka, Ursula Dreier, Hans-Jürgen Godau, Ulrich Krämer, Inge Plätz-Korthaus, Damian Reit, Jan Schomann, Gabriel Schunck, Michael Teichert
Regie Edith Sophia Godau | Co-Regie Milena Kaute
Musikalische Leitung Tilmann Godau
Bühne & Technik Kolja Klar | Sebastian Pittler
Mentorat Ursula Jenni
Ermöglicht durch
Rottstraße5 Kunsthallen
Freundeskreis Prinzregenttheater eV im Rahmen von FLOATING ROOMS
ecce | IKF | Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW
Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Die Schritte der Menschheit sind langsam, man kann sie nur nach Jahrhunderten zählen; hinter jedem erheben sich die Gräber von Generationen. Ist es denn nicht einfach, daß zu einer Zeit, wo der Gang der Geschichte rascher ist, auch mehr Menschen außer Atem kommen? Vielleicht ist unser Schmerz der Postmoderne der Schmerz eurer versandeten Revolution und der Revolution die ich selbst von vornherein zum Scheitern verurteilte. Das sind die Träume vergangener Generationen.
DANTONS TOD wird häufig als das Revolutionsdrama schlechthin genannt - und spricht doch vorallem: vom Scheitern. Der Menschen, der Revolution, an sich, aneinander. Zu fragen bleibt warum und ob es wirklich ein Scheitern ist, oder ob es nicht nur ein Kern des Dramas sondern auch des Gedanken von Revolution an sich ist. Weil das WOGEGEN – das ist ja alles noch da. Das ist heute nach 50 Jahren genauso noch da wie am Ende des Dramas.
Mit 10 Darsteller_innen und Musikern zwischen 19 und 71 fragen wir ob unsere Zeit Schicksal oder Aufgabe ist, ob Hoffnung immer vergeblich ist und Sehnsucht immer Unmöglichkeit und wieviel Wiederholung Geschichte ist. Musik, Erinnerungen, Träume, Versuche, Utopien, Proteste, Gedanken und verweben sich zu einer widerständigen dokumentarischen Realdystopie.















